10 Jahre Kulturamt – eine Bilanz

M_bearbeitet-1          Martina Hofmann – Leiterin Kulturamt Stadt Pegnitz
  Helga            Helga Loos – ehrenamtliche Mitarbeiterin
Das Jahr 2016 ist wie im Flug vergangen. Für die zahlreichen gut besuchten Veranstaltungen haben wir viel positives Feedback bekommen. Mit dabei waren wieder ”alte Freunde”, neue sind dazu gekommen.
Das erste runde Jubiläum – 10 Jahre Kulturamt – geht “Hand in Hand” mit den Pegnitzer WortSpielen, die im Jahr 2006 den Auftakt für die Kulturamtsarbeit gegeben haben. Mittlerweile haben sich die WortSpiele zu “Wort- und Klangspielen” gemausert. Neben den klassischen Lesungen und Theatervorstellungen für Kinder und Erwachsene werden nun auch Konzerte im Altenstädter Schloß als sogenanntes “Frühlingspaket” angeboten.
Ein Denkmal soll an dieser Stelle mal dem piccolo teatro espresso alias Figurentheater Thomas Glasmeyer gesetzt werden. Der Puppenspieler aus Würzburg hat es geschafft, mit seinen hinreißenden Stücken und nicht weniger hinreißenden Figuren über 6 Jahre die Pegnitzer Kinder zu begeistern (die Erwachsenen übrigens auch…). Ein weiteres Denkmal in diesem Zusammenhang bekommen der Pegnitzer Kinderhort Don Bosco und seine engagierten Erzieherinnen, die – so eben möglich – keine Veranstaltung auslassen.
Fest etabliert hat sich das “Festkonzert zum Neuen Jahr”. Als Auftaktveranstaltung zum jeweiligen Kulturjahr ist es ein Publikumsmagnet. Kein Wunder bei der Besetzung: die Schlesischen Kammersolisten Kattowitz und Christoph Soldan (Klavier), die einen gelungen Mix aus Klassik und kultigen Hits aus den 70er und 80er Jahren servieren. Heuer auf dem Programm “Wiener Melange mit Schlagobers”.
“Wiederholungstäter” in Pegnitz waren in 2016 das Joschi Schneeberger Quintett mit “Wiener World Jazz”, das Trio NeuKlang mit Klassik à la Tango und das Schlosstheater Thurnau unter Leitung von Wolfgang Krebs mit einer spritzigen französischen Komödie.
Neu und durchaus zu einem erneuten Besuch in Pegnitz aufgelegt: das Duo Mangold Schröder mit romantischen Saitenklängen (Gitarre und Harfe) sowie das Bamberger Violinduo und Theodore Ganger am Flügel, die jüdische Musik des 19. und 20. Jahrhunderts vorstellten. Klezmers Techter und Miriam Ast, die junge Jazz-Sängerin aus London, begeisterten ein volles Haus mit Klezmermusik mit all ihren Facetten. Bettina und Wolfram Born schließlich hatten das Publikum mit mitreißenden Tangomelodien (Akkordeon + Klavier) schnell auf ihrer Seite. Alle vier Konzerte firmierten unter dem bewährten “Label”: Herbst-Abo “Kultur im Schloss”.
Kurzfristig ins Programm aufgenommen wurde “Der Koffer” mit dem Theater Fortissimo im Pfarrsaal der Kath. Kirche. Vlado Kulisek und sein Partner Radek Michalko, auch mittlerweile fast “Pegnitzer”, sind mit ihrem Pantomime-/Musikprogrammen immer wieder ein echter Knüller.
Den Schlusspunkt unter das ’16er Programm setzte mit einem bezaubernden, kleinen Stück für Kinder ab 3 Jahre das Figurentheater Glasmeyer mit dem Kinderweihnachtsstück.
Und was die Kulturarbeit noch bereichert? Die vielen interessanten Begegnungen mit den Künstlern, aus denen sich im Laufe der Jahre auch Freundschaften entwickelt haben. Rückeinladungen gibt es mittlerweile von Hamburg, Berlin über Tschechien bis Athen, doch mindestens mal „auf einen Kaffee“ vorbeizukommen…”
Martina Hofmann und Helga Loos