Kultur Pur 2018: auch im neuen Jahr wieder kultverdächtig…

Altenstädter Schloß Pegnitz

Samstag, 3. März 2018, 19.30 Uhr
Lesekonzert
“Franz Liszt und Frédéric Chopin  - Popstars der Romantik”

Jens Fuhr (Klavier), Volkmar Klopfer (Sprecher)

Jens

Im letzten Jahr wegen Krankheit ausgefallen kann nun das Lesekonzert mit Jens Fuhr (Klavier) und Volkmar Klopfer (Sprecher) nachgeholt werden. Es widmet sich zwei großen Komponisten der Romantik: Franz Liszt und Frédéric Chopin.

Volkmar Klopfer hat schon während seiner Berufstätigkeit als Gemeindepfarrer im Großraum Stuttgart und in Genf/Schweiz immer wieder Lesungen mit Klavier und Orgelmusik in Verbindung mit Literatur von Klassik bis zu Werken der Gegenwart abgehalten. Dazu gehörten auch die Auftritte mit dem Pianisten und Universitätsdozenten für Liedbegleitung in Zürich Jens Fuhr mit verschiedenen Programmen. Ihr neues gemeinsames Projekt ist ein Konzert mit den Etüden von Frédéric Chopin, Opus 10 und Opus 25, die er Franz Liszt und Marie D’Agoult gewidmet hat, „moderiert“ durch eine Lesung zum Verhältnis der beiden großen Komponisten. Sie waren Freunde und Kontrahenten zugleich, der Popstar auf der einen Seite und der zurückgezogene introvertierte Künstler auf der anderen.  Der Abend führt Sie in die Mitte des 19. Jahrhunderts, u.a. nach Paris, Deutschland und Österreich-Ungarn und gibt interessante Einblicke in die gesellschaftlichen Strukturen der Zeit.

Das Konzert hat einen besonderen Bezug zur Region. Um 1850 lernte Liszt Richard Wagner kennen. Es verbindet sie schnell eine innige Freundschaft. 1865 ist die Freundschaft der beiden jedoch zu Ende, weil Wagner ein Liebesverhältnis mit Liszts Tochter Cosima beginnt. Liszt bricht daraufhin jede Verbindung zu Wagner und auch zu Cosima ab. Um 1872 wird die Freundschaft zwischen Liszt und Wagner jedoch wiederbelebt. 1886 stirbt Liszt in Bayreuth und ist dort auf dem Stadtfriedhof beigesetzt.

Eine weitere Verbindung zwischen Liszt und Bayreuth entsteht durch die künstlerische Partnerschaft mit Eduard Steingraeber, die auf das Jahr 1846 zurückzuführen ist. Der junge Eduard Steingraeber war zu dieser Zeit in der berühmten Klavierbauwerkstatt von Nannette Streicher in Wien tätig und kommt erstmals in Kontakt mit Franz Liszt, woraufhin dieser ihn zu Liszts Konzertbetreuer machte. Liszt spielte bei Konzerten, bis der Flügel defekt war. Steingraeber musste vor dem Meister und vor dem Publikum reparieren, damit das Konzert weitergehen konnte.

Nach der abgeschlossenen Meisterprüfung gründete Eduard Steingraeber im Jahr 1852 die Pianofortefabrik Steingraeber in Bayreuth. Für Franz Liszt lieferte er echte Flügel.  Der Klaviervirtuose beeinflusste auch die besondere Konstruktion und den besonders farbenreichen Klang der Steingraeber & Söhne Flügel. Damit schufen die Steingraeber-Konstrukteure Eduard und George Instrumente, die heute noch auf geradezu unglaubliche Weise modern anmuten.  Im Juli 1886 lieferte die Pianofortefabrik einen Flügel  Modell 205 (heute C-212) Nr. 4328 an Franz Liszt – für ihn war das das letzte Steingraeber-Instrument.

Beim Pegnitzer Lesekonzert  spielt Jens Fuhr auf einem modernen Steingraeber Flügel Modell  205, dem sogenannten Liszt-Flügel.

c Lesekonzert Nr. 1 (3.3.)

Karten: VVK 15 € (AK 17 €) – Kulturamt Stadt Pegnitz (Hauptstraße 37, Tel. 09241/723-37; kulturamt@stadt-pegnitz.de) Bitte reservieren!

Achtung: reservierte Karten bitte innerhalb von fünf Tagen an der Information im Rathaus abholen (andernfalls verfällt die Reservierung).

 

 

 

 

 
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