Rückschau 2017

 KULTUR PUR 2017

Glanzvolle Eröffnung des neuen Kulturjahres mit den Solisten der Schlesischen Kammerphilharmonie und Christoph Soldan


Publikum und Presse begeistert! Lesen Sie: Luftiger Pizzicato, treibende Dynamik (von Giesela Leinberger, NN)

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Denn was man schwarz auf weiß besitzt…

…kann man auch bei einem Filmabend vorführen. “Faust” in Spielfilmlänger präsentierte im Februar Helge Barabas aus Würzburg, der nicht nur den alten Schwarz-Weiß-Klassiker von F. W. Murnau auf einem beinahe schon historisch anmutenden Filmvorführungsgerät zum Leben erweckte, sondern dazu auch noch gleich die passende Musik am Konzertflügel servierte. Obwohl er – wie er den Zuschauern glaubwürdig versicherte – jedes Mal eine neue Begleitung zum Film kreiert und damit quasi einer Uraufführung beigewohnt werden kann, wiederholen sich natürlich die Motive, die er den einzelnen Personen und Handlungssträngen zugeordnet hat. Dass das Ganze dann anschließend wie aus einem Guss wirkt, ist die große Kunst des Tastenkünstlers aus Würzburg. Somit geriet der “Faust” zu einer kurzweiligen Unterhaltung mit der gekonnten Mischung aus Dramatik, Grusel, Komik und umwerfender Maske (der junge schwedische Schauspieler Gösta Eckmann spielt sowohl den alten als auch den jungen Faust in Perfektion). Das Schauspielteam um Emil Jannings in der Rolle des Mephisto ist in der schwierigen Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Groteske eine Klasse für sich. (M. Hofmann)

Helge 2 (Faust)

 

Musik, die das Herz anspricht

Großartige afrikanische Musik von Adjiri Odametey und Band sowie ein Catering mit afrikanischen Spezialitäten sorgten in der Wiesweiherhalle für einen Abend, der Verständigung zwischen den Kulturen ganz leicht erscheinen ließ: lesen Sie weiter unter Rezension Afrika-Konzert (Andrea Pfaucht NK)

Adjiri 1

Adjiri 2

 

Pegnitzer Wort- und Klangspiele vom 22. Februar bis 4. Mai 2017

Was wären die Pegnitzer WortSpiele, die jetzt im 11. Jahr ihres Bestehens noch durch Klangspiele bereichert werden, ohne die Eröffnungsveranstaltung mit dem piccolo teatro espresso, besser bekannt als Figurentheater Thomas Glasmeyer…
Das zauberhafte Märchen von Prinz Zain-el-Asnam und seinem treuen Diener Mobarek entführte die kleinen und großen Zuschauer ins Morgenland und auch nach China. Die Presse hat die Reisegruppe begleitet: lest den Bericht von Andrea Pfaucht (NK).

Prinz Zain 6

 

Gelungener Theaterabend -Der Publikumsrenner der Saison in Thurnau wurde auch vom Pegnitzer Publikum mit Begeisterung aufgenommen

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Nein, um den Klimawandel ging es bei der Veranstaltung “Venedig im Schnee” am Mittwoch, 29. März, in der Stadtbücherei nicht…
Die intelligente, kurzweilige Komödie des französischen Regisseurs, Schauspielers und Autors Gilles Dyrek zeigte einmal mehr, dass lustig nicht albern oder knallbunt sondern geistreich und unterhaltsam sein kann. Bereits im Jahr 2003 in Frankreich uraufgeführt, avancierte die Komödie “Venise sous la neige” (so der Originaltitel) dort zum Kassenschlager mit mehr als 400 Vorstellungen und anschließender Tournee.
Das Schlosstheater Thurnau ist eine von 30 deutschen Bühnen, die diesen Stoff zur Aufführung gebracht haben/bringen – und das mit einer professionellen, gut gelaunten Truppe von vier hervorragenden Schauspielern: Angélique Verdel, Lisa Oertel, Wolfgang Krebs und Nico Jilka (auch Regie).
Was sich aus der Grundkonstellation Abendeinladung eines alten Studienfreundes mit seiner neuen “Flamme” ergibt und wie der Abend in aberwitzige Situationen mündet, wird hier nicht näher erläutert; denn der Clou soll ja nicht verraten werden. Eines ist gewiss. Diese Komödie ist, obwohl bereits 14 Jahre alt, aktueller denn je! (M. Hofmann)


Europa findet auch im alten Schloss statt…

Malawski Trio aus Krakau begeistert mit Musik zum “Abtauchen”: lesen Sie dazu die Rezension von Andrea Pfaucht (NK).

Malawski Trio
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Märchen vom alten Baum bezaubert Kinder und Erwachsene

Auch von Hollfeld kamen Gäste, um “Mimis Geheimnis” in der Stadtbücherei zu erfahren: “Wir sind begeistert von den wunderbaren Stücken, die das Kulturamt für die Kinder anbietet und kommen, wenn möglich, jedes Mal nach Pegnitz.” So ein Kompliment bekommt das Team vom Kulturamt nicht alle Tage, auch wenn das fröhliche Geplapper und die gute Stimmung nach dem Theater bereits signalisieren, dass es den Kindern gefallen hat. Deswegen freuen wir uns bereits jetzt auf den Besuch der Kinder zum Weihnachtstheater mit dem “Fränkischen Theatersommer” am 13. Dezember!

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Eine Lesung mit Friedrich Dönhoff ist mehr…

Der bekannte Autor aus Hamburg stellte am Donnerstag, 4. Mai, in der voll besetzten Stadtbücherei seinen neuen Krimi “Heimliche Herrscher” vor, der in die Abgründe der menschlichen Seele schauen lässt – eine nicht bluttriefende, aber spannende Lektüre für anspruchsvolle Krimileser. Mit Sebastian Fink hat Friedrich Dönhoff eine Figur geschaffen, die symphatisch und klug agiert und unaufgeregt an der Auflösung eines mörderischen Falles arbeitet. “Sympathisch und klug” sind auch die Attribute, die man dem Autor selbst zuschreiben kann, der nicht nur sein Buch vorstellt sondern als charmanter Moderator das Publikum an der Arbeit eines Autors und der Entstehungsgeschichte seiner Figuren teilhaben lässt, Anekdoten einstreut und einzelne Bausteine aus seinem Krimi so geschickt präsentiert, dass man die Bibliothek auf keinen Fall ohne ein signiertes Buch verlassen möchte. Auch dafür nimmt er sich genügend Zeit sowie für die Gespräche, die sich beim Signieren entwickeln oder für ein gemeinsames Handy-Foto mit seinen “Fans”.
Über die Geschichte selber wollen wir den “Mantel des Schweigens” ausbreiten und machen es da wie Dönhoff selber: “Ich habe das Buch vor einem halben Jahr abgeschlossen und – ehrlich gesagt – ich weiß selber gar nicht mehr, wie es ausgeht…”. “Heimliche Herrscher” gibt es noch bei “Brot und Buch” zu erwerben, die nicht nur den Büchertisch an dem Abend übernommen hatten sondern auch mit einer ganzen “Frauschaft” dafür sorgten, dass kühle Getränke und die leckeren Teilchen von Jürgen Schorner, die thematisch wieder auf die Lesung im Hamburger Milieu abgestimmt waren, die Zuhörer bei Kräften hielten.

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Einen wunderbaren sommerlichen, romantischen Liederabend präsentierte Familie Fuhr (Bernadetta Michaldo-Fuhr, Konstanze Miehlich-Fuhr und Jens Fuhr) am 2. Juli im Alten Schloss, mit dem zugleich die 46. Pegnitzer Sommerkonzerte eröffnet wurden…

(lesen Sie “Musik zum Zurücklehnen” von Andrea Pfaucht, NK)

Bernadetta, Konstanze und Jens

 

Einen “heißen Herbst” hatte das Kulturamt im Vorfeld des Herbst-Abos “Kultur im Schloss” angekündigt und damit nicht zu viel versprochen…


Die Auftaktveranstaltung mit der deutsch-niederländischen Kultband “Boogielicious” schlug ein wie eine “Bombe”. Dass die Oberfranken ein bisschen Anlauf brauchen, um sich gefühlsmäßig anzuwärmen, ist ja bekannt. Es gelang dem Trio mit Eeco Rijken Rapp am Klavier, David Herzel am Schlagzeug und “dem Jungen mit der Mundharmonika” – Martin Fetzer mit seiner Blues-Harmonika – aber innerhalb kurzer Zeit, das alt ehrwürdige Altenstädter Schloß in einen brodelnden Jazz-Club zu verwandeln. So nimmt es auch nicht wunder, dass sich bereits nach den ersten Stücken einige Tänzer im Vorraum des Konzertsaals versammelten, um zur mitreißenden Musik ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen.

Keine Frage auch, dass die Konzertbesucher am Schluss der Veranstaltung einmütig für eine Wiederholung plädierten. Das Kulturamt plant eine Neuauflage mit Boogielicious am 12. Mai des kommenden Jahres. So haben auch diejenigen eine Chance, die diesmal auf der Warteliste standen und auch am Konzertabend im proppevollen Schloss keinen Platz mehr bekommen haben.

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(Zum Ablauf des Abends lesen Sie die Rezension von Gisela Leinberger: Hingabe an den musikalischen Moment)

Portrait einer starken Frau: Fanny Hensel-Mendelssohn

Ein wunderbares Lesekonzert präsentierte der Pianist Christoph Soldan im Rahmen der Herbst-Konzertreihe “Kultur im Schloss”: mit dem Klavierzyklus “Das Jahr” von Fanny Hensel-Mendelssohn und Auszügen aus dem Roman “Liebste Fenchel!” von Peter Härtling bewies Soldan einmal mehr, dass er nicht nur ein hervorragender Konzertpianist sondern auch ein begnadeter Erzähler ist.

Christoph Soldan

Lesen Sie dazu weiter: Rezension Lesekonzert Fanny Hensel (Nadine Gebhardt, Nordbayerischer Kurier)

Romantische Duo-Musik auf Meisterniveau mit Nina Karmon und Terhi Dostal

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Bericht folgt!

Zum Abschluss der Herbst-Konzerte: ein stimmungsvoller Streifzug durch Paris mit dem Stefan Grasse Trio

Stefan Grasse Trio

Dazu die Zeitung: Rezension Nordbayerischer Kurier

 

 

 

 

 

 

 

Programm und Presserezensionen 2013, 2014, 2015 und 2016:

RÜCKSCHAU 2016 – Das gesamte Jahresprogramm auf einen Blick: KULTUR PUR 2016

RÜCKSCHAU 2015 – Das gesamte Jahresprogramm auf einen Blick: Kultur Pur 2015

Rezension Neujahrskonzert 2015 (NK), Rezension Konzert Muggefugg Symphoniker (NK), Rezension Peter + Wolf (NK), Lesen Sie hier weiter! (Lesung Friedrich Dönhoff),  Die weiße Robbe (Lesung für Kinder mit Musik), Konzert Frank Dupree (Rezension NN), Rezension NK und NN, Presserezension Nordbayerischer Kurier (Andrea Pfaucht) (Klarinettentrio Schmuck)

RÜCKSCHAU 2014: Neujahrskonzert 2014, 12 Saxofonisten Rezension NK,  Bericht Kurier vom 13. März 2014 (Figurentheater Thomas Glasmeyer: Märchen), Rezension Dschungelbuch (NK) (Dschungelbuch), Nordbayer. Kurier (Achterbahn), Rezension Seeluft (Nordbayerischer Kurier), 9. Symphonie der Tiere (NK),  Rezension Andrea Pfaucht (NK) (Flötenkonzert Haus Marteau), Zerbrochener Krug Rezension (NK), Rezension Tag der Nationen von Klaus Trenz, Rezension Nordbayerischer Kurier (Romantischer Liederabend),  Bläääähungen (Rezension) (M. Hofmann), Weiterlesen lohnt sich! (Nordbayerischer Kurier, Andrea Pfaucht)

Rückschau 2013: Rezension Wagner im Ring (NK-Pfaucht); Klassik zum Lachen (Rezension NK); Rezension Nordb. Kurier Trio Neuklang; Meisterkurs im Puppenbau